Comic Review „Die Stadt der Träumenden Bücher“ 1&2

Eine Comic Umsetzung von Walter Moers und Florian Biege des gleichnamigen Buches von Hildegunst von Mythenmetz (bzw. Walter Moers)

Spoilers

Hier fängt die Geschichte an. Sie erzählt wie ich in den Besitz des Blutigen Buches kam und das Orm erwarb

~Zitat aus Walter Moers „Die Stadt der Träumenden Bücher“

Da dies zwei Bänden sind werde ich erst kurz auf jeden einzeln eingehen und zum Schluss ein gesamt Fazit ab geben.

Ach ja eines noch vor weg „Die Stadt der Träumenden Bücher“ spielt wie viele Bücher von Walter Moers auf dem Kontinent Zamonien, da es den Rahmen dieser Review sprengen würde nehme ich mir die Frechheit heraus „Fachbegriffe“ nicht zuerklären

 

Teil 1: Buchheim

Dieser Band beginnt mit dem Tod Danzelots von Silbendrechsler dem Dichtpaten des Protagonisten Hildegunst von Mythenmetz einem jungen Dichter der die Ereignisse um seine Abenteuer in den Katakomben Buchheims später als Teil seine Autobiographie veröffentlichte. Danzelot hinterlässt Hildegunst unter anderem ein Manuskript das er vor vielen Jahren per Brief erhalten hatte und welches wie er sagt das beste Stück Literatur sei das er je gelesen habe. Nach dem Hildegunst es gelesen hat bricht er nach Buchheim auf, wohin sein Dichtpate den mysteriösen Dichter geschickt hatte, um diesen zu finden und sein Schüler zu werden.

In Buchheim macht Hildegunst unter anderem die Bekanntschaft der Antiquare Hachmet ben Kibizer und Inazea Anazazi so wie dem Verleger Claudio Haferstock. Während die beiden Antiquare ihn schnell ihres Ladens verweisen nachdem er ihnen das Manuskript vorgelegt hatte und Kibizer ihm sogar riet die Stadt zu verlassen und das Manuskript zu verbrennen. Gibt Haferstock ihm die Adresse des Schriftgelehrten Phistomefel Smike. Dieser willigt ein das Manuskript zu untersuchen um so herauszufinden wer der Urheber ist.

Als Hildegunst am nächsten Tag wieder kommt, führt Smike ihn erst in seinen Keller weil er ihm dort etwas interessantes zeigen will. Auf ihrem Weg erzählt er Hildegunst das er mit den wertvollen Büchern in seiner Bibliothek derart reich geworden sei, dass er inzwischen große Teile der Stadt ja des gesamten zamonischen Buchmarktes kontrolliere. Als eher auf Smikes drängen hin ein Buch aufschlägt, stellt Hildegunst fest das es sich hierbei um ein vergiftetes Buch handelt.

Das Gift tötet ihn jedoch nicht sondern lässt ihn nur bewusstlos werden. Als er wieder zu sich kommt wurde er von Smike und seinem Handlanger Haferstock in die Katakomben verfrachtet. Bevor er erneut das Bewusstsein verliert erklärt Smike Hildegunst weshalb er ihn in das unterirdische Labyrinth verfrachtet hatte. Das Manuskript welches Hildegunst ihm gab ist zu gut als das es jemals veröffentlicht werden könne, kurz bevor Hildegunst erneut das Bewustsein verliert, steckt ihm Smike das Manuskript zu da er nach eigener Aussage werder ein Mörder noch ein Dieb sei.

Als er erneut erwacht, versucht Hildegunst sich mit Hilfe seines Wissens um die Zamonischeliteratur aus dem Labyrinth der Katakomben zu finden in dem er in eiige der Bücher rein ließt und sie gewissen Zeitperioden zu ordnet. Dies gelingt ihm ganz gut bis er ein Fallenbuch des Bücherjäger Guldenbart der Tüftler ergreift welches eine Falle auslöst das ihn und einen Großteils des Ganges in dem er sich befindet auf die Unterirdische Müllhalde von Unheim gespühlt wird. Hier entkommt er nur knapp einem gigantischen Bücherwurm nur um kurz drauf erst einer Spinxxxxe und dem Bücherjäger Hogno der Hencker in die Fänge zu geraten. Hogno der sich erst als Colofonius Regenschein ausgibt um Hildegunst in seine Behausung zu locken um diesen dort zu töten und später zu essen wird von einer Schattenhaften Gestallt enthauptet. Hildegunst flieht darauf hin aus Hognos Behausung und wird von einer Spur aus Papierfetzen zu drei kleinen Zyklopen geführt welche sich Vertreter der schrecklichen Buchlinge herausstellen. Doch anders als ihr schlechter Ruf es vermuten lassen könnte sind die drei Kerlchen, die alle die Namen berühmter Dichter tragen deren Gesamtwerk sie Auswendig gelernt haben, sehr umgänglich.

Nach kurzer Beratung beschließen die drei Hildegunst in ihre Wohnhöhle die Lederndegrotte zu bringen oder wie sie behaupten zu teleportieren.

 

Teil 2: Die Katakomben

Der Band geht dort weiter wo der erste aufhörte, mit Hildegunst Ankunft in der Ledernen Grotte. Nach und nach wird er von seinen neuen Freunden Golgo, Gofid und Danzelot in die Geheimnisse der Buchlinggeselschaft eingeführt. So darf er an der Zeremonie des Ormens teilnehmen, eine Ehre die nur einem Fremden zuvor zuteil wurde, auch zeigen sie ihm eine Diamanten Mine in der die Buchlinge Kürbis große Diamanten abbauen. Eines Tages wird er auch in die Wunderkammer geführt, eine Höhle wo die Buchlinge Hinterlassenschaften diverser Dichter sammelten, unter anderem auch den Antwortbrief von Danzelot an den Unbekanten Dichter, dieser lag eines Tages und die Buchlinge hatten keine Ahnung wie er dort hingekommen sei.

Mit der Zeit beginnt Hildegunst sich nach der Außenwelt zu sehnen und er bittet die Buchlinge ihn die die Stadt zu Teleportieren. Daraufhin gestehen sie ihm das sie dies nicht könnten und das sie ihn bis her immer hypnotisiert hatten. Aber sie könnten ihn zu jemanden bringen der im vielleicht helfen könne. dieser jemand ist niemand anders als Colofonius Regenschein der legendäre Bücherjäger der vor 5 Jahren los zog um den Schattenkönig zu finden.

Colofonius erzählt Hildegunst das auch er von Smike in die Katakomben verbannt wurde und nach einem Kampf mit seinem Erzfeind Rongkong Coma muss das Bett hüten müsse, die Buchlinge vermuten das er sich nicht mehr erholen wird und Bald sterben würde. Bevor er Hildegunst jedoch verraten kann wo sich ein geheimer Weg zu Oberwelt befindet, wird die Lederndegrotte von den Bücherjägern angegriffen und Regenschein erligt seinen Verletzungen. Die Buchlinge bringen Hildegunst darauf hin zur Büchermaschine der Rostigengnome, einer gigantischen Maschine die der einst genutzt wurde um große Mengen Bücher durch die Katakomben zu transportieren.

Nach einer wilden Achterbahn fahrt landet Hildegunst schließlich vor den Stufen von Schlossschattenhall der Heimstadt des Schattenkönigs. Auf diesen trifft Hildegunst recht schnell und erfährt von diesem, das auch er einst von Smike in die Katakomben verbannt worden sei. Nicht aber ohne das dieser an ihm einige Veränderungen vorgenommen hat. War er einst einer der wenigen in Zamonien lebenden Menschen so war er nun eine Monstrosität mit einer Haut aus Papier das bei geringstem Kontakt mit Sonnenlicht in Flammen auf geht und der Stärke eines Gorillas. Auch offenbart der Schattenkönig das er der mysteriöse Dichter ist bzw. war.

Nach und nach wird Hildegunst klar das der Schattenkönig ihn zu sich gelockt hat weil er jemanden gesucht hat dem er seine Art zuschreiben beibringen könnte. Teil dieser Ausbildung ist das Studium in der Bibliothek des Orms in welcher Hildegunst sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode liest, daraufhin beschließt der Schattenkönig, das es Zeit sei für ein wenig praktische Erfahrung. Was in diesem Fall meint das er und Hildegunst etwas erleben das es wert sei aufgeschrieben zu werden. So machen sie sich auf einen Riesen zu töten der im Keller von Schlossschattenhall wohnt zu erlegen. Als sie dies geschaft haben beschließt der Schattenkönig das es Zeit sei das ware Monster von Buchheim zu erlegen weshalb die zwei sich auf machen um Smike das Handwerk zulegen.

Dies erweist sich schwerer als gedacht, denn Smikes geheime Bibliothek ist durch einen raffinierten Mechanismus geschützt, eine Art Labyrinth im Labyrinth. In diesem finden sie auch die Leiche von Smikes Onkel der in seinem in eine Wimper geschnitztem Testament seinen Neffen des Mordes bezichtigte und demjenigen der sein Testament findet sein Haus samt der Bibliothek vererben würde.

Kurz bevor sie aufgeben wollen treffen sie auf die Antiquare Kibizer und Anazazi, die Schrekse hatte Ort und Zeit ihrer Zusammenkunft vorhergesehen. Die beiden gestehen das sie nicht ganz unbeteiligt waren an der Erschaffung des Schattenkönigs und enthüllen noch mehr von Smikes Plan die Herrschaft über Zamonien an sich zu reißen. Kibizer der beim Bau des Fallen Labyrinths vor Smikes Bibliothek geholfen hat kann ihen einen zweit Schlüssel aushändigen den er angefertigt hatte, weil er Angst hatte in das Labyrinth gesperrt zu werden.

In Smikes Bibliothek laufen Hildegunst und der Schattenkönig schließlich in eine Falle der Büchherjäger, bevor diese die zwei jedoch töten können tauchen die Buchlinge auf und bringen die Bücherjäger dazu sich gegenseitig zu töten. Während sich Hildegunst von seinen Freunden verabschiedet, wird ihm die Eher zuteil den Buchling kennen zu lernen der nach ihm benannt wurde, was an sich schon eine Seltenheit ist denn Hildegunst hatte zu diesem Zeitpunkt noch nichts veröffentlicht.

Smike und Haferstock die Smikes Buchstabenloboratorium warteten waren erst überrascht das die zwei es lebend aus den Katakomben geschafft hatten, versuchten erst sie zu überreden sich mit ihen zusammen zu tun. Vorallem als Smike von dem Testament erfährt und Haferstock vom Schattenkönig getötet wurde da dieser versuchte den Schattenkönig mit Hilfe eines brennenden Kerzenständers in Flammen aufgehen zu lassen. Doch weder der Schattenkönig noch Hildegunst wollen sich mit Smike zusammen tun.

Zu seinem Schreken offbart der Schattenkönig Hildegunst, das er auch nicht vorhabe den im Labyrinth gefassten Plan in die Tat umzusetzen. Nach diesem hätte er sich nach  Smikes verhaftung in dessen Bibliothek niedergelassen und dort in Frieden weiter gelebt. Da er jedoch keine Lust hat einen Käfig gegen einen anderen zu tauschen, reißt er die Vorhänge auf um ein letztes mal die Sonne zu sehen. während diese langsam seine Papierene Haut in Brand setz jagt er Smike in die Katakomben hinab.

Hildegunst der erst nicht realiert was passiert greift ich als das Haus anfängt das oberste Buch aus Smikes Bücherkiste, das Blutigebuch, und flieht aus der Stadt während sich das vom Schattenkönig gelegte Feuer sich immer weiter ausbreitet. Als er weit außerhalb der Stadt ist dreht er sich ein letztes mal m und sieht sie lichter loh brennende Stadt und das in glühenden Fetzen emporsteigende Papier. Als sein Blick zu den Sternen wandert nimmt er zum ersten mal das Alphabet der Sterne war und empfängt zum ersten mal das Orm.

Die Geschichte endet damit das er sich von der brennenden Stadt abwendet und nie wieder zurück blickte.

 

Mel seine Meinung

Ich finde das Buch klasse, wie man villeicht an der viel zu ausführlichen Inhaltsangabe bemerkt haben könnte, nicht zuletzt weil es eine fantastische Hörbuchversion gelesen von Dirk Bach gibt, deren einziger Nachteil darin besteht das die teilweise sehr amüsanten Fußnoten nicht übernommen wurden, dem entsprechend hoch waren meine Erwartungen und nunja…

Das sie das Buch in zwei Teile geteilt haben, kann ich nachvollziehen, da auch das Buch zwei geteilt war. Das sie aber hier eine eigene Einteilung vorgenommen haben stört mich schon sehr. Der erste Teil des Buches endet damit das er in Smikes Bibliothek das Bewusstsein verliert. Teil zwei beginnt dann damit das er in den Katakoben aufwacht nach dem Smike und Haferstock ihn dort hin verfrachtet haben. Die Enteilung die der Comic vornimmt rührt mMn da her das hier ein Großteil von Hildegunst Aufenthalt in Buchheim ausgelassen, ein längere Aufenthalt in der Giftigen Gasse, oder gekürzt wurde, wie zum beispiel das Trompaunen Konzert. Aber auch die ausschweifenden Erklärungen die er zu manchen Dingen liefert, wie zum Beispiel die Geschichte Buchheims.

Natürlich müssen für eine Comic umsetzung abstriche gemacht werden, aber das interessante Dinge ausgelassen werden oder wie die Szene wo Hildegunst das Buch von Regenschein ließt arg verstümmelt werden, während die Geschichte des Schattenkönigs zum Teil als Wall-of-Text präsentiert wird.

Viele dieser fehlenden Erklärungen, werden zwar in einem Glossar am Ende von Band 1 nachgeholt aber für mich waren sie ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und ihre Verbannung in den Anhang stört mich mehr als es sollte.

Was mich in einem ähnlichem Maß stört, ist das einige Ereignisse in einen anderen Kontext gesetzt wurden, so war der dichtende Wirbelstum auf dem Mars keien Haluzination von Hildegunst während des Trompaunen Konzerts sondern eine Entität über die der Schattenkönig über das Orm in Kontakt steht. Auch Regenscheins Tod stnd ursprünglich in einem anderen Kontext. Ist er im Comic schlicht seinen Verletzungen erlegen so hat er im Buch schlicht beschlossen zu sterben damit die Buchlinge und Hildegunst ohne schlechtes Gewissen fliehen könnten und Ronkong Coma nicht die Genugtuung bekommt ihn getötet zu haben.

Was mich ebenfalls stört ist der Zeichenstiel an vielen stellen  zwar an Moers Illustrationen des Buches angelehnt ist, aber viel zu sehr an Computergrafiken der 0er Jahre erinnert.

Claudio Haferstock im Buch

Claudio Haferstock im Comic

 

 

 

 

 

 

Im Anhang von Band 2 gibt es ein kurzes Making-of. Da sieht man Entwürfe welche mir vom Stiel her für den Comic wesentlich besser gefallen hätte.

Entwurf einer Szene (entnommen dem Anhang von Band 2)

Fertige Szene im Comic (entnommen aus dem Anhang zu Band 2)

 

 

 

 

 

 

Fazit

Ganz nett würde aber jedem eher das Buch empfehlen

2,5/5 Federkielen

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